Das Passivhaus

Ein Niedrigenergiehaus ist jedes Haus, das aufgrund seines Designs, der eingesetzten Technologie und verarbeiteten Baumaterialien weniger Energie jedweden Ursprungs benötigt als ein herkömmliches oder durchschnittliches modernes Haus. In Niedrigenergiehäusern kommen häufig ein hohes Dämmungsniveau, energieeffiziente Fenster, geringe Luftinfiltration und Lüftung mit Wärmerückgewinnung zum Einsatz, um den Heiz- und Kühlenergieaufwand herabzusetzen.
 
Der Begriff "Passivhaus" bezieht sich auf einen spezifischen Baustandard für Gebäude mit hohem Komfortniveau im Winter und im Sommer, die ohne ein traditionelles Heiz- oder Kühlsystem auskommen. Ein Passivhaus ist ein optimal gedämmtes, beinahe luftdichtes Gebäude, das in erster Linie durch die Nutzung passiver Solarenergie und die Erwärmung durch Menschen, Elektrogeräte etc. beheizt wird. Energieverluste werden auf ein Minimum reduziert. Der restliche Heizbedarf wird von einer extrem kleinen Quelle erledigt. Das Vermeiden von Erwärmung durch Sonnenschutz und die Orientierung der Fenster hilft bei der Minimierung des Kühlbedarfs. Ein Ventilator mit Energierückgewinnung sorgt für eine konstante, ausgewogene Versorgung mit Frischluft.
 
Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in dem ohne aktive Heiz- und Kühlsysteme zu jeder Jahreszeit ein angenehmes Raumklima beibehalten werden kann. In Passivgebäuden in Europa muss der Jahresverbrauch an Heizenergie geringer als 15 kWh/m².a (K15) sein. Der Primärenergieverbrauch des Wohnbereichs für Heizung, warmes Wasser und Haushaltselektrizität darf nicht höher als 120 kWh/m².a (E120) sein.
 
Das bedeutet eine drastische Reduzierung des Energieverbrauchs und Kohlendioxidausstoßes. Das Passivhauskonzept konzentriert sich in erster Linie auf einen effizienten Einsatz der Energie und eine Senkung des Energieverbrauchs.

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